Sicherheits-Paranoia am Flughafen

Ja, ich hätte es besser wissen müssen. Nach dem 11. September hat sich einiges geändert… Auch wenn man von Zürich mit Sackmesser und Zippo unbehelligt fliegen kann, dann kann man doch nicht davon ausgehen, dass das für Berlin ebenfalls gilt.


Fazit des gestrigen Tages: mein “Taschenmesser” (Nagelfeile und -schere) sowie mein Zippo sind in Berlin, ich bin in Zürich 🙁
Der Mann vom Sicherheitsdienst hatte mir doch netterweise angeboten, die Sachen zu “entsorgen” (sprich: bei eBay zu verschachern?), glücklicherweise war mein Kollege, der mich zum Flughafen gefahren hatte, noch im Terminal und konnte die Sachen dann in Empfang nehmen.

Gut, ich gebe zu: ich war unvorsichtig. Wer seine Nagelfeile im Kuli-Etui deponiert hat, ist ein mutmasslicher Terrorist. Wer dann auch noch wie ich so einen militanten Bartwuchs (oder auch net) hat und nach Araber aussieht (auch net), der ist mit Sicherheit ein designierter Top-Terrorist.

Nachdem ich dann knappe 20 Minuten an der Sicherheitsschleuse zugebracht hatte (Gürtel, Schuhe, Uhr, Ringe ausziehen, Laptop drei Mal durchleuchten, USB-Festplattengehäuse (aus Aluminium) mehrmals durchleuchten lassen etc.), konnte ich von Glück sagen, dass ich das Flugzeug noch erreicht habe (das -wie der Zufall es so wollte- ein paar Minuten Verspätung hatte)…

Kleiner Kurs für Nachwuchsterroristen: “Stewardess, bringen Sie das Flugzeug nach Tripolis, oder ich feile Ihnen die Fingernägel!”

2 thoughts on “Sicherheits-Paranoia am Flughafen”

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