Bahnfahren mit Lidl

Die halbe Nation ist heute morgen früher aufgestanden, um sich beim Discounter Lidl mit zwei Bahn-Fahrkarten für 50 Euro einzudecken.


Im Radio höre ich beim Aufwachen nach den Nachrichten (bei den Verkehrshinweisen): “Rechnen Sie mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in der Nähe von Lidl-Filialen”.

Eine Suche bei blogg.de zeigt, dass die meisten Kunden wohl leer ausgegangen sind.

Was zeigt uns das (mal wieder)?

Deutsche sind Schnäppchenjäger. Bahnfahren ist in Deutschland zu teuer. Die alternativen Verkehrsmittel (zum Teil nur subjektiv) billiger. Das Angebot der Deutschen Bahn ist zu knapp (ich erinnere mal wieder an die 29-Euro-Angebote, über die ich mich schon hier und hier geärgert habe), die Nachfrage zu groß.

Ich fliege übrigens nach Salzburg. Und zurück. Für 80 Euro. Round-trip. Obwohl ich die Bahncard habe, kostet mich Zug fahren deutlich mehr, auch wenn ich Wochen im Voraus buche.

Update: Erste (auch kritische) Stimmen gibt es beim Spiegel und ZDF heute zu lesen. Die Reisebüros und Angestellten an den Bahnschaltern fühlen sich ein wenig vereimert. Kann ich irgendwie verstehen.

Update 2: “‘Der Weiterverkauf der Tickets ist nicht erlaubt’, sagte ein Bahnsprecher dem “Tagesspiegel”. Aufgrund welcher Rechtsgrundlage, bitte?

One thought on “Bahnfahren mit Lidl”

  1. Also die Geschichte mit den Bahntickets ist schon ein Kapitel für sich in der deutschen Einkaufslandschaft… Ich meine, letztens gab’s mal wieder so eine Aktion, allerdings kosten die Tickets nun schon wieder einiges mehr. Ich versteh auch nicht, dass alle Leute da immer sofort hinrennen, ob nun eine Reise für den entsprechenden Zeitraum geplant war oder nicht. Begreifen die denn nicht, dass man, wenn man Geld für etwas ausgibt, was man eigentlich nicht gebraucht hätte, im Endeffekt immer unnötig Geld verliert? Auch wenn’s noch so ein tolles Angebot war?

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