Für 3,99 Euro werfe ich schon mal meine Prinzipien über Bord…

Saturn-KassenzettelSo einfach verkauft man (trotz Bedenken der Kunden) CDs mit Kopierschutz… Saturn bot heute Playing the Angel von Depeche Mode für 3,99 Euro an…

Selbst um 15 Uhr waren noch ausreichend Exemplare im Saturn am Alexanderplatz vorhanden — allerdings wurde auch häufiger nachgelegt, so ziemlich jeder, der mir entgegen kam, hatte die CD in der Hand. Mal die Album-Charts in der nächsten Woche beobachten, ob das Album einen signifikanten Sprung nach oben macht (diese Woche steht sie noch auf Platz 38)…

Druckprobleme mit Intel Macs

Während sich reine Postscript-Drucker wie erwartet ohne Probleme ansteuern lassen, weigerte sich das neue MacBook Pro (und vermutlich auch die anderen neuen Macs mit Intel-Prozessoren) beharrlich, auf einigen über das TCP/IP-Netzwerk angeschlossenen HP Laserjets zu drucken. Entweder wurde ein Druckauftrag als abgeschlossen angezeigt, obwohl der Drucker kein Papier ausspuckte, oder OS X meldete einen Fehler beim Drucken (“Fehlercode 2″).

Zur Lösung des Problems muss das Drucker-Einrichtungsprogramm mit Hilfe der Rosetta-Emulation ausgeführt werden. Die Applikation findet sich in Programme -> Dienstprogramme, bei den Informationen zu dem Programm (Icon anwählen und Apfel+I drücken) gibt es eine entsprechende Checkbox für Rosetta.

Anschließend wird das Programm geöffnet und der Druckertreiber wie gehabt installiert. Das war’s — der Drucker druckt.

Mac in den Auslieferungszustand versetzen

Wer seinen alten Mac verkaufen möchte, will vielleicht vorher die Festplatte löschen, dabei aber dem Käufer bereits ein blankes OS X-Betriebssystem vorinstallieren, so wie es im Auslieferungszustand der Geräte der Fall ist. Mit folgenden Schritten kann man einen (fast) fabrikneuen Mac zaubern…

Zunächst einmal wird der Mac über eine Installations-CD/-DVD von Mac OS X gestartet, die Festplatte formatiert (Platte mit Nullen überschreiben, für paranoide Zeitgenossen wahlweise auch mit 7 oder 35 Durchläufen bei entsprechend längerem Zeitbedarf).

Die Installation der Pakete kann nach eigenem Gusto erfolgen, der Einfachheit halber wählen wir einfach die Komplettinstallation. Nach einem Neustart und der entsprechenden Einrichtung von Standort (schafft jemand auf Anhieb den Klick auf München oder Berlin? Ich lande immer in Prag…), Zeitzone etc. klicken wir uns bis zur Registrierung durch, die wir einfach mit Apfel-Q abwürgen 😉

Nun legen wir einen neuen Benutzer (user000) an — dieser wird am Ende wieder gelöscht, von daher ist der Name Schall und Rauch.

Nach dem Einspielen aller Sicherheitsupdates als Bonus-Dreingabe (mit den entsprechenden Reboots) können wir, wenn wir fertig sind, den Mac nun im Single-User-Modus starten (Apfel-S während des Bootvorgangs gedrückt halten). Dann erhalten wir eine (für den GUI-Anwender sicherlich ungewohnte) Shell-Umgebung, aber keine Angst. Die Tastatur-Belegung ist zu diesem Zeitpunkt auf US-amerikanisch (en-us) eingestellt, auf welchen Tasten sich die entsprechenden Sonderzeichen befinden, kann man hier nachschauen.

Mit dem Befehl

mount -uw /

binden wir die Festplatte (beschreibbar) in das Verzeichnissystem ein — in der grafischen Benutzeroberfläche würde jetzt ein Icon rechts oben auf dem Desktop erscheinen 🙂

Zu guter Letzt entledigen wir uns noch mit diesem Befehlen (nach jeder Zeile ENTER drücken, damit der jeweilige Befehl ausgeführt wird) des vorhin eingerichteten Benutzers und ein paar Einstellungsdateien:

rm -rf /Users/user000
rm -rf /var/db/netinfo/local.nidb/
rm -rf /var/db/.AppleSetupDone

Das war’s schon. Durch die Eingabe von

reboot

starten wir den Mac neu und finden uns dann dort wieder, wo wir vorhin schon einmal waren… Der Mac befindet sich jetzt im Auslieferungszustand und der neue Besitzer kann nun alles so einrichten, wie er das gerne hätte.

Update (13.11.2007): Wie Markus in seinem Kommentar ganz richtig anmerkt, gilt diese Anleitung nur für OS X bis zur Version 10.4 (Tiger). Bei Leopard hat sich die Benutzerverwaltung geändert, beispielsweise existiert das /var/db/netinfo/-Verzeichnis nicht mehr.

Update (3.12.2007): Dominik hat in seinem Blog “/dev/nulleine aktualisierte Anleitung für OS X Leopard bereitgestellt.

(Diese Anleitung entstand in Anlehnung an einen Tipp in der Macwelt, Ausgabe 3/2006)

GnuPG 1.4.2.2 unter Mac OS X installieren

Aufgrund der Sicherheitslücke in GnuPG 1.4.2 (signierte Dateien lassen sich unter Umständen nicht korrekt verifizieren) wird ein Update auf die aktuelle Version 1.4.2.2 angeraten.

Für diverse UNIX/Linux-Systeme und Windows finden sich bereits kompilierte Binaries auf gnupg.org zum Download, die Mac-Version, die normalerweise unter macgpg.sourceforge.net zu finden ist, lässt noch ein bisschen auf sich warten.

Mit Hilfe dieser Anleitung lässt sich GnuPG aber auch recht schnell und einfach selbst kompilieren, sofern man die XCode-Tools installiert hat.