Vorschlag für die Spiegel-E-Paper-Programmierer

Da der Preis für eine Printausgabe des Spiegels hier in Kalifornien geringfügig höher als in Deutschland ausfällt (zwischen sieben und elf Dollar, je nach Bezugsquelle), lese ich mein Abo derzeit als E-Paper. Den aktuellen Spiegel kann ich damit jede Woche am Sonntag Abend (mitteleuropäischer Zeit) als PDF-Datei herunterladen.


Die personalisierte PDF-Datei bringt neben der Begrüßung auf der ersten Seite (sinngemäß “Guten Tag, Herr/Frau …! Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dieser E-Paper-Ausgabe des Spiegels.”) auch ein wenig DRM mit, so dass sich die Datei nur ausdrucken, aber digital nicht ohne Umwege und Qualitätseinbußen weiterverwenden lässt.

spiegel_e-paper.jpg

Damit könnte ich ja leben, aber hat es sich bis nach Hamburg noch nicht herumgesprochen, dass ich vielleicht nicht der einzige Abonnent bin, der die komplette Ausgabe mit dem tollen Pack & Go-Assistenten herunterlädt?
Zum Zusammenbacken meiner Ausgabe brauchte das arme Ding diese Woche bei 183 Seiten über 20(!) Minuten (1456 Sekunden, um genau zu sein).

Eine entsprechende Caching-Lösung könnte die Downloadzeit wohl auf einen Bruchteil reduzieren.

3 thoughts on “Vorschlag für die Spiegel-E-Paper-Programmierer”

  1. Haha, das ist wirklich seltsam. Möglich aber, dass die heruntergeladene Datei irgendwelche persönlichen Daten beinhaltet, damit man, falls du deine PDF-Datei verkaufen würdest, nachprüfen kann, dass sie von dir stammt. Schöne neue Welt des Digital Restrictions Management.

  2. Ich bin mir auch relativ sicher, dass außer meinem Vor- und Nachnamen auch noch andere personenbezogenen Daten (hoffentlich wenigstens verschlüsselt!) in der PDF-Datei drin stehen.

    Wobei das meiner Meinung nach immer noch nicht erklärt, warum dann dazu jede einzelne Seite gerendert werden muss — das sollte sich doch auch für das gesamte Dokument machen lassen…

  3. @Fred: Wobei ich das nicht als schlimmes DRM ansehen würde, wenn Software personalisiert ist. Solange das PDF weiterhin an jedem Rechner und so oft wie gewollt angeschaut werden kann, finde ich das durchaus in Ordnung. Möglichkeiten, wie man ähnliches bei MP3s machen könnte, gäbe es auch genug, aber das DRM der Musik- und Filmindustrie oder auch von Firmen wie Microsoft ist eben wirklich ein »Restrictions Management«.
    @JP: Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass viele der einschränkenden Funktionalitäten in PDFs im wesentlichen auf den Adobe Reader zielen und möglicherweise durch Software wie ghostview oder auch sowas wie pdftk schon umgangen werden kann. Aber da scheint Dir ja in diesem Fall wohl nix dran zu liegen, insofern …

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