Urlaub in den USA: Prepaid-Karte fürs Handy

Für unseren Urlaub in den USA war ich auf der Suche nach einer günstigen Prepaid-Lösung und habe mir daher ein paar US-Mobilfunk-Anbieter ein wenig genauer angeschaut.


Da die Roaming-Preise mit deutschen SIM-Karten in den USA doch recht hoch sind, überlegte ich, für den Zeitpunkt unseres Aufenthalts eine SIM-Karte eines amerikanischen Anbieters zu kaufen.

Mein deutsches Telefon (ein Nokia E71, das als Quadband-Telefon die weltweit gängigen GSM-Frequenzen unterstützt) möchte ich gerne auch im Urlaub verwenden, daher kommen als Anbieter in den USA nur T-Mobile USA oder AT&T Wireless in Frage.

Die beiden anderen Anbieter im US-Markt (Sprint Nextel und Verizon Wireless) funken nicht nach dem GSM- sondern nach dem CDMA-Standard, zu dem die meisten europäische GSM-Mobiltelefone nicht kompatibel sind.

Ähnlich wie bei meinem deutschen Prepaid-Anbieter (blau.de) bietet auch AT&T eine Prepaid-Karte mit optionalem Datentarif an. Das sind zwar nur 100 MB für $19.99/Monat, das sollte aber für gelegentliches Googlen oder E-Mails holen ausreichend sein.

Leider lässt die Netzabdeckung von AT&T für “Kunden zweiter Klasse” (Prepaid-Karten-Nutzer…) sehr zu wünschen übrig. In den größeren Städten mag das nicht so auffallen, aber wenn man die Netzabdeckungskarten von T-Mobile und AT&T vergleicht, kann man bei AT&T doch schon sehr große Löcher sehen.

AT&T Wireless Prepaid Coverage Map

T-Mobile USA Prepaid Coverage Map

Im Vergleich dazu sieht es bei T-Mobile deutlich besser aus. Besonders die Riesenlöcher in der Abdeckung im Great Basin und den Rocky Mountains sorgen bei unserer Entscheidung für den K.O. — was nützt mir das beste Angebot, wenn ich es nirgends nutzen kann?

Da AT&T auf weiten Teilen unseres Road Trips überhaupt keine Netzabdeckung zu haben scheint, werde ich somit wohl oder übel auf den Online-Modus verzichten müssen — zur Not gibt es aber ja immer noch WLAN in den Hotels…

6 thoughts on “Urlaub in den USA: Prepaid-Karte fürs Handy”

  1. Ich verstehe nicht, daß die Anbieter es vorziehen, Zombie-Kunden zu generieren, die mit ihrer Karte nach vier Wochen außer Landes verschwinden, statt einfach vernünftige Roaming-Tarife zu basteln.

    Es ist ja nicht so, daß man _keinen_ Aufpreis bezahlen will. Für gefühlte 50% Aufpreis gegenüber zuhause würde ich mir die Mühe mit der Prepaid-Karte schon nicht mehr machen. Aber 5000 Euro für ein Gigabyte Roaming-Traffic? Eher nicht.

  2. Wahrscheinlich schlägt sich eine neu verkaufte Karte eben gut in der Statistik nieder (“… x Neukunden in diesem Quartal!”). Dass die Karte dann nach vier Wochen nicht mehr benutzt wird und nach sechs Monaten deaktiviert wird und ich sie in die Tonne klopfen kann, interessiert dann vermutlich niemanden mehr.

    Keine Ahnung, wie lange die lease time einer Telefonnummer in den USA ist, aber wenn ich mir überlege, dass ich sicher nicht der einzige bin, der sich mit solch einer Karte eindeckt… Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse teilen sich ja auch noch den gleichen, regionalen Rufnummernbereich!

    In Europa scheint ja jetzt zumindest bei Sprache und Kurzmitteilungen Bewegung in die Sache zu kommen. Die Mondpreise für Daten sind aber immer noch recht bitter.

  3. Haj, wir waren ja letztes Jahr auch ein paar Wochen drueben und ich hatte keinerlei Prepaid-SIM fuer Netzzugang gekauft – auch wenn ich mit dem Gedanken gespielt hatte.

    Ich hatte mich darauf verlassen, dass man in den Hotels – zumindest in den Staedten – WLAN nutzen kann. Das ging dann auch in jedem (!) einzelnen Hotel auf unserer Route (Osten wie Westen), sogar auf dem tiefsten Land. Bis auf Las Vegas (Flamingo) war das WLAN auch ausnahmslos kostenlos 🙂 Waehrend der Autofahrten habe ich das Netz nicht vermisst, musste ja eh fahren 😉

  4. Was “free wifi” angeht sind sie hier in den USA ohnehin viel besser als in Europa. Mich ärgert das immer, wenn man wo ins Café geht, die am besten noch dick “wifi!!!!” auf die Tür schreiben, und dann ist es wieder nur so ein alberner T-Mobile Access Point. Die wollen sich noch eine Dienstleistung (Wireless-Daten) vergolden lassen, die längst überall zu geringstem Preis verfügbar sein müsste — aber das mit dem ungerechtfertigten Mondpreis hat ja bei SMS schließlich bislang auch hervorragend funktioniert.

  5. Achtet bei der Wahl des Anbieters unbedingt auf die UMTS Quadband-Frequenzen

    habe schlechte Erfahrungen mit T-Mobile USA gemacht, da der Anbieter wenn zur Wahl natürlich die Daten im günstigen T-Mobile Netz. Grundsätzlich o.k., aber deutsche Nutzer haben Smartphones ohne die nötige UMTS Quadbandfunktion, also nur extrem langsames 2g EDGE zur Verfügung.

    Die Flatrate bring so garnichts… Emails, mehr geht nicht..

    Hier meine Empfehlung – ausschließlich schnelles AT&T Netz.

    Finger weg von den vermeindlichen Schnäppchen, T-Mobile und europäische Endgeräte passen nicht zusammen, der Kunde kann nicht frei zwischen den Netzen wählen, die Entscheidung trifft der Anbieter natürlich nicht zugunsten des teueren AT&T Netzes.

    Kunde bleibt nahezu offline – nie wieder

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