Spiegel einestages: Boulevard der zerbrochenen Träume
Gerade beim Blättern in Spiegel online bzw. einestages gefunden:
Eine nette Geschichte über die Karl-Marx-Allee in Berlin, in der ich drei Jahre lang gewohnt habe.
Gerade beim Blättern in Spiegel online bzw. einestages gefunden:
Eine nette Geschichte über die Karl-Marx-Allee in Berlin, in der ich drei Jahre lang gewohnt habe.

Du studierst seit gefühlten 67 Semestern. Du trinkst gerne Sternburger und Du bist so Anti, dass du Anti-Anti bist. Besorg dir endlich einen richtigen Job und hör auf zu Jammern.
(Gefunden im Facebook-Quiz “Welcher Berliner Bezirk bist Du?”)
Dat war so klar. Aber passt ja wenigstens. Is wahr. Schließlich habe ich drei Jahre in Friedrichshain verbracht. War schön da.
Sollte ich dem Quiz allerdings persönlich Glauben schenken, war ich da aber vollkommen falsch:
Du arbeitest in der Medienbranche und trinkst gerne Chai Latte und Bionade. Du bist kein Berliner sondern Schwabe/Bayer. Du hast einen Laptop von Apple und gehst gerne in den Bio Supermarkt. Deine Kinder heissen vermutlich Ole-Thorben und/oder Ute.
Kann auch sein, dass das nur damit zusammenhängt, dass ich a) nicht mehr in Berlin wohne und b) mittlerweile finanziell auf eigenen Beinen stehe. Studium vorbei, Job gesucht und gefunden. Meine Frau, mein Haus, mein Auto, … Naja, fast.
Frédéric Valin gibt im Spreeblick sein Statement zu Berliner Bezirken ab. Sehr nett zu lesen. Besonders gefällt mir natürlich der Bezug zu Karlsruhe:
[Pankow] Schließen Sie die Augen und stellen sich Karlsruhe vor, bloß ohne Studenten. Ja? Gut. So ungefähr.
Sehr geehrter Herr Wenzel,
zur Erledigung Ihres Antrages bitten wir gemäß der Verwaltungsgebührenordnung (VGebO), zuletzt geändert durch die Zweiundzwanzigste Verordnung vom 30. Mai 2000 (GVBl. S. 349), zunächst um Überweisung von 5,30 EUR […]
Aus naheliegenden Gründen kann ich nicht mal eben nach Berlin, um mein Masterzeugnis abzuholen; der Versand kostet ein bisschen was, aber das kann ich mir gerade noch leisten. An ausgewählten Unis in Baden-Württemberg1 ist dieser Service natürlich kostenlos…
Im Kopfsteinpflaster hinter meinem Wohnkomplex fand ich vergangene Woche eine nicht näher zu erkennende, ziemlich verrostete Münze. Ein wenig Reinigungsmittel brachte dann eine kanadische 10-Cent-Münze aus dem Jahre 1979 zum Vorschein. Die ist zwar vermutlich nicht wirklich wertvoll, weil viel zu häufig im Umlauf, aber ich frage mich jetzt natürlich schon, ob die Münze da schon länger in der Erde lag und wie sie dort hingekommen ist…
Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF), Freitag Nachmittag. Zahlreiche Exil-Schwaben fliegen übers Wochenende zurück ins Ländle. Das Gate für den Flug nach Stuttgart ist einfach zu erkennen: es ist das einzige, an dem die Leute bereits 90 Minuten vor Abflug eine lange, nicht zu übersehende Schlange bilden.
Zunächst werden Passagiere mit Beeinträchtigungen und Familien mit kleinen Kindern zum Ausgang gebeten, danach die Passagiere mit den Bordkartennummern 1 bis 30 (Mist, ich habe die 31) und Inhaber der Germanwings-Card. Es bewegt sich eine kleine Menschenmenge (etwa 20 Leute) in Richtung Ausgang.
Aufruf der Passagiere mit den Bordkarten 31 bis 60. Ich packe mein Laptop zusammen und stehe langsam auf. Bis jetzt wurden fünf Passagiere vor mir abgefertigt, die Schlange wird nicht kürzer. Ich bitte höflich ein paar Leute, die weiterhin anstehen und keine Anstalten machen, sich zu bewegen, darum, mich vorbei zu lassen. Nachdem ich meine Bordkarte abgegeben habe, werden die Passagiere mit Bordkartennummern größer 60 aufgerufen. Hinter mir geht das Hauen und Stechen los. Auf dem 50-Meter-Fußmarsch zum Flugzeug werde ich von drei gehetzten Schlipsträgern überholt. Sie haben wohl Angst, dass das Flugzeug ohne sie losfliegt. Da sie vorne und ich hinten einsteige, treffen wir uns wieder, als ich bereits einen schönen freien Sitzplatz am Fenster gefunden und sie sich durch den Mittelgang nach hinten durchgekämpft haben. Der Stress hat sich richtig gelohnt.
Das Hauptstadtblog zeigt ein in Prenzlauer Berg hängendes Plakat (mit leichten geographischen Fehlern), auf dem den Zugereisten in leicht ironisch anmutender Weise frohe Feiertage gewünscht werden. Die Kommentare sind durchaus amüsant.
In diesem Sinne: frohe Feiertage. An alle, die in Berlin sitzen. Und alle, die nach Hause gefahren sind. Und alle anderen sowieso.
So schnell kann’s gehen… Vor etwas über einem Jahr schrieb ich erfreut über die Eröffnung der ersten dm-Filialen hier in Berlin und mittlerweile gibt es schon ganze 13 16 Geschäfte im Berliner Raum. Fein — noch ein Stück mehr Heimat in der Ferne…
Lieber Nachbar!
Es wäre nett, wenn Sie die leeren Briefumschläge der Post, die sie auf dem Weg zum Aufzug öffnen, nicht auf dem Gepäckträger meines Fahrrads entsorgen würden. Für Papierabfälle gibt es direkt neben den Briefkästen einen Mülleimer.
Auf der anderen Seite würde ich so nicht in den Genuss der Überlegung kommen, ob mein Nachbar ohne Fahrschein mit der BVG fährt und sein erhöhtes Beförderungsentgelt nicht bezahlt hat (InFoScore treibt dann die offenen Forderungen ein) oder andere Korrespondenz aus der badischen Heimat (76532 Baden-Baden) bekommt…
Ist es nicht ein bisschen unlogisch, in einen Briefkasten in Friedrichshain einen Zettel eines Pizzadienstes zu werfen, der (nach eigener Aussage) ausschließlich nach Mitte und Prenzlauer Berg liefert?