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Life is written in chapters but the table of contents is missing.


07 Feb

SSD in einem MacBook Pro


Ein Freund und ich haben kürzlich unsere MacBooks getauscht. Er bekam mein 2006er 15″ MacBook Pro und ich im Austausch dafür die kleinere, aktuelle 13″-Version des MBP. Bis dahin ist das Ganze ja noch nicht wirklich spannend… :)

Lange Rede, kurzer Sinn: ich habe in der Vergangenheit schon ein paar Mal Solid State Disks (SSD) im Einsatz gesehen und war vollkommen platt, wieviel mehr Geschwindigkeit die bei der alltäglichen Arbeit rausholen können. Beim Tausch der MBPs haben wir auch die Festplatten umgebaut. Ich habe meine 320 GB-Western-Digital-Festplatte (5400 rpm) mit ins neue Gerät migriert, er hat seine 64 GB-SSD in das “alte” Gerät eingebaut.

Was soll ich sagen? Das alte MBP rennt damit wie ein Gaul auf Steroiden. Wir haben keine “echten” Benchmarks gefahren, aber: sein OS X war deutlich schneller hochgefahren als das mit dem aktuellen MacBook Pro der Fall war. Firefox benötigte auf dem 2.0-GHz-MBP mit SSD gerade mal 3 “Animiertes-Dock-Icon-Zeiteinheiten”, während das hübsche Icon beim 2.53-GHz-Modell immerhin 9 Mal durch die Gegend hüpfte, bis ich mal ein Firefox-Fenster zu sehen bekam.

Natürlich sind das keine wissenschaftlich fundierten Messungen, aber es beeindruckt ungemein. Jetzt weiß ich zumindest schon mal, worauf ich mal ein wenig spare — und hoffe auf fallende Preise im SSD-Markt. Die Intel X-25M mit 160 GB sieht ganz brauchbar aus und ist mir schon von mehreren Seiten empfohlen worden.

Image: “My new buddie” by Fredrik Smedenborn. CC-licensed.


24 Mar

Mac in den Auslieferungszustand versetzen


Wer seinen alten Mac verkaufen möchte, will vielleicht vorher die Festplatte löschen, dabei aber dem Käufer bereits ein blankes OS X-Betriebssystem vorinstallieren, so wie es im Auslieferungszustand der Geräte der Fall ist. Mit folgenden Schritten kann man einen (fast) fabrikneuen Mac zaubern…

Zunächst einmal wird der Mac über eine Installations-CD/-DVD von Mac OS X gestartet, die Festplatte formatiert (Platte mit Nullen überschreiben, für paranoide Zeitgenossen wahlweise auch mit 7 oder 35 Durchläufen bei entsprechend längerem Zeitbedarf).

Die Installation der Pakete kann nach eigenem Gusto erfolgen, der Einfachheit halber wählen wir einfach die Komplettinstallation. Nach einem Neustart und der entsprechenden Einrichtung von Standort (schafft jemand auf Anhieb den Klick auf München oder Berlin? Ich lande immer in Prag…), Zeitzone etc. klicken wir uns bis zur Registrierung durch, die wir einfach mit Apfel-Q abwürgen ;)

Nun legen wir einen neuen Benutzer (dummy) an — dieser wird am Ende wieder gelöscht, von daher ist der Name Schall und Rauch.

Nach dem Einspielen aller Sicherheitsupdates als Bonus-Dreingabe (mit den entsprechenden Reboots) können wir, wenn wir fertig sind, den Mac nun im Single-User-Modus starten (Apfel-S während des Bootvorgangs gedrückt halten). Dann erhalten wir eine (für den GUI-Anwender sicherlich ungewohnte) Shell-Umgebung, aber keine Angst. Die Tastatur-Belegung ist zu diesem Zeitpunkt auf US-amerikanisch (en-us) eingestellt, auf welchen Tasten sich die entsprechenden Sonderzeichen befinden, kann man hier nachschauen.

Mit dem Befehl

mount -uw /

binden wir die Festplatte (beschreibbar) in das Verzeichnissystem ein — in der grafischen Benutzeroberfläche würde jetzt ein Icon rechts oben auf dem Desktop erscheinen :)

Zu guter Letzt entledigen wir uns noch mit diesem Befehlen (nach jeder Zeile ENTER drücken, damit der jeweilige Befehl ausgeführt wird) des vorhin eingerichteten Benutzers und ein paar Einstellungsdateien:

rm -rf /Users/dummy
rm -rf /var/db/netinfo/local.nidb/
rm -rf /var/db/.AppleSetupDone

Das war’s schon. Durch die Eingabe von

reboot

starten wir den Mac neu und finden uns dann dort wieder, wo wir vorhin schon einmal waren… Der Mac befindet sich jetzt im Auslieferungszustand und der neue Besitzer kann nun alles so einrichten, wie er das gerne hätte.

Update (13.11.2007): Wie Markus in seinem Kommentar ganz richtig anmerkt, gilt diese Anleitung nur für OS X bis zur Version 10.4 (Tiger). Bei Leopard hat sich die Benutzerverwaltung geändert, beispielsweise existiert das /var/db/netinfo/-Verzeichnis nicht mehr.

Update (3.12.2007): Dominik hat in seinem Blog “/dev/nulleine aktualisierte Anleitung für OS X Leopard bereitgestellt.

(Diese Anleitung entstand in Anlehnung an einen Tipp in der Macwelt, Ausgabe 3/2006)