14 Sep
Meine Bachelor Thesis nimmt endlich Formen an, die endlich einen nahen Abschluss erahnen lassen — wird auch langsam Zeit.
Morgen wird sich mein Professor das Pamphlet zu Gemüte führen, hoffentlich hat er nicht allzu viel daran auszusetzen.
BTW: Kennt jemand eine gute Druckerei, vorzugsweise in der Nähe (Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Prenzlauer Berg)? Ich muss die Thesis ein paar Mal vervielfältigen und brauche sie gebunden mit verstärktem Deckel und Rücken (das Prüfungsamt akzeptiert keine Ringbindung).
07 Sep
Hurra, heute ist endlich meine (vorläufige) Zulassung zum Master-Studium Wirtschaftsinformatik an der FHTW Berlin eingetroffen. Weitere vier Semester Studentenleben.
Wenn ich Gläck habe, dann noch “ohne” Studiengebähren (sprich: nur EUR 232,87 statt EUR 500,-), da Berlin vermutlich nicht so schnell zu einem konkreten Plan zu Studiengebähren kommt wie das Land Baden-Wärttemberg.
Jetzt muss ich nur noch bis Mitte Oktober mein Bachelorzeugnis nachreichen, das ich bis dahin hoffentlich habe.
16 Jul
Studierende, die bereits einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss erworben haben, müssen in NRW Studiengebühren i. H. v. 650,00 EUR pro Semester für ein zweites Studium zahlen.
Lese ich gerade in der Handakte WebLAWg.
Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis sich das auch hier in Berlin durchsetzt…
12 Jul
Bei Informatikern gehört es fast schon zum guten Ton, seine Abschlussarbeit (und vielleicht auch schon die Seminar- und Studienarbeiten und Aufgabenblätter und…) mit LaTeX (spricht man “la-tech”, das “ch” wie in “Technik” aus) zu schreiben.
LaTeX gehört zu den Textverarbeitungen, die nach dem WYMIWYG-Prinzip arbeiten: Man beschreibt, was man am Ende sehen will. Das erfordert ein wenig Disziplin, weil man Struktur und Inhalt trennt und man erst nach dem erneuten Setzen des Dokuments sehen kann, wie sich Änderungen am Text auswirken.
übliche Office-Textverarbeitungen (z.B. Word) dagegen arbeitet nach dem WYSIWYG-Prinzip. Das hat den Vorteil, dass man sieht, was man macht. Allerdings entwickelt gerade Word oftmals ein unerwünschtes Eigenleben, in dem es Formatierungen für Absätze neu übernimmt oder sie einfach mal schnell umformatiert (sieht ja aus wie eine Auflistung, da mache ich doch gleich mal eine draus).
Für fast jedes Betriebssystem gibt es schon “fertige” LaTeX-Umgebungen (z.B. für OS X oder MikTeX für Windows), bei Linux ist teTeX bei vielen Distributionen schon mit dabei.
Als Editor verwende ich unter Mac OS X TeXShop, der in zwei Fenstern zum einen den LaTeX-Quelltext und zum anderen gleich das fertige Ergebnis nach dem Setzen anzeigt. Windows-Nutzer können sich bei Interesse sicherlich mit dem TeXnicCenter anfreunden.
Eine gute Anleitung zum Einstieg in das Thema gibt es bei der Fernuni Hagen.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte (und nur deswegen ist dieser Beitrag eigentlich entstanden…): Auf einer Seite der RWTH Aachen habe ich folgenden Satz gefunden, der mir ziemlich zusagt:
An LaTeX führt kein Weg vorbei. Große Dokumente mit Word (oder irgendeinem anderen Tool, das seine Formatinformationen in unsichtbaren Codes versteckt) zu schreiben, ist waghalsig.
Das bringt es auf den Punkt…
27 Jan
… sagt Bayerns Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel.
Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von EUR 9.000,- ist das sicherlich kein Problem, da kann ich auch auf EUR 100,- im Monat verzichten. (Wie ich auf 9.000 Euro komme? Ganz einfach: Strafbefehl gegen Herrn Dr. Goppel wegen Unfallflucht, Tagessatz 30 Euro. Der Tagessatz entspricht 1/30 des Netto-Monatsgehalt, 30 * 300 Euro = 9.000 Euro)
Bitte erklären Sie mir, wie der Durchschnittsstudent von seinen verfügbaren 500 Euro monatlich ein Fünftel einsparen soll, wenn er seine Miete pünktlich bezahlen muss und ohnehin nur bei Lidl, Aldi und Co. einkauft.
Wann haben Sie das letzte Mal bei einem Studenten Nachhilfe für ein Traumgehalt von 50 Euro pro Stunde gegeben (oder genommen), um mit zwei Stunden Arbeit pro Monat das Studium zu finanzieren?
Bei solch einem Stundenlohn würde ich ja jetzt schon (Vollzeit/brutto) fast soviel verdienen wie Sie im Monat netto in der Tasche haben! Und das als Student ohne Abschluss. Wahnsinn.
Ich weiß ja nicht, welche Studentenlöhne in Bayern vorherrschen, aber in Berlin liegt der durchschnittliche Stundenlohn für (qualifizierte, fachnahe) Studentenjobs bei max. 7 Euro.
Nein, ich bin mir nicht zu schade dafür, 14 zusätzliche Stunden pro Monat in meine Bildung zu investieren. Mir geht nur das blöde Gelaber auf den Keks, dass es allen Studenten doch sowieso zu gut gehe und die doch bitteschön mal arbeiten sollen.
Wenigstens verbürgt sich Herr Dr. Goppel, “die Einnahmen [würden] komplett den Universitäten zu Gute kommen”. Das ist doch schonmal was.
Auch wenn DIW-Chef Klaus Zimmermann damit rechnet, dass 500 Euro nur der Anfang sind und Gebühren in Höhe von 2.500,- Euro pro Semester für realistisch hält.