Arbeitsmoral bei DHL

Habe in den letzten drei Wochen zwei Mal Computerbauteile bei Computeruniverse.net bestellt. Bin äußerst begeistert über Qualität, Service (problemloser Umtausch) und die Tatsache, dass man seine Ware per Track&Trace (T&T) verfolgen kann und per E-Mail benachrichtigt wird, wenn sie sich auf die Reise gemacht hat.

Das Dumme daran ist für DHL nur, dass der blöde Kunde auch weiß, wo sein Paket gerade ist. Meine Pakete liegen für gewöhnlich recht schnell im Paketzentrum “15 Rüdersdorf” und ich hoffe ja immer wieder, dass sie die knapp 40 Kilometer bis zu mir nach Charlottenburg in kurzer Zeit schaffen…

Pustekuchen! Das Paket wird dann z.B. um 7:32 Uhr morgens in das Paketauto geladen und ich warte den ganzen Tag sehnsüchtig auf die Ware, um dann abends im Track&Trace nachlesen zu können, dass ich angeblich um 13:30 Uhr nicht angetroffen werden konnte und mein Paket bei “Zeitungsl.” abgegeben wurde. Hallo, geht’s noch? Ich bin den ganzen Tag daheim gewesen! Am nächsten Tag fand ich dann einen kleinen blauen Zettel im Briefkasten, dass ich mein Paket doch bitte beim türkischen Zeitschriftenhändler 300 Meter weiter abholen soll. Danke.

Heute das gleiche Spiel: Gestern abend ins T&T geschaut: “Empfänger nicht angetroffen, Ware in Postfiliale gelagert”. Gestern war ich nicht nur nicht alleine in meiner Wohnung, gestern waren sogar drei Leute hier (Ulli und Sandra aus Ulm sind gerade zu Besuch). Die ganze Zeit jemand anwesend. Klingel funktioniert. Super, Deutsche Post!

Der arme Call-Center-Agent der 6-Cent-pro-Minute-Service-Nummer war sichtlich bemüht und versprach, es weiterzuleiten (ich habe selber mal im Call-Center gearbeitet; “weiterleiten” = Ablage P = /dev/null). Und die Dame heute morgen in der Postfiliale hat sich aufrichtig entschuldigt (dabei konnte sie wohl am allerwenigsten dafür) und gesagt, dass im Moment leider viele Aushilfen unterwegs seien und sich die Beschwerden leider häufen würden.

Was lernen wir daraus, DHL? Schult Eure Mitarbeiter besser! Stellt nicht solche faulen Säcke ein, denen der Weg in den 4. Stock zu weit ist, obwohl der dortige Mieter dem Paketboten sogar jedesmal entgegenkommt und diesen meist im 1. Stock trifft…

Servicewüste Deutschland. Hurra.

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