Bachelor Thesis mit LaTeX schreiben

Bei Informatikern gehört es fast schon zum guten Ton, seine Abschlussarbeit (und vielleicht auch schon die Seminar- und Studienarbeiten und Aufgabenblätter und…) mit LaTeX (spricht man “la-tech”, das “ch” wie in “Technik” aus) zu schreiben.

LaTeX gehört zu den Textverarbeitungen, die nach dem WYMIWYG-Prinzip arbeiten: Man beschreibt, was man am Ende sehen will. Das erfordert ein wenig Disziplin, weil man Struktur und Inhalt trennt und man erst nach dem erneuten Setzen des Dokuments sehen kann, wie sich Änderungen am Text auswirken.

übliche Office-Textverarbeitungen (z.B. Word) dagegen arbeitet nach dem WYSIWYG-Prinzip. Das hat den Vorteil, dass man sieht, was man macht. Allerdings entwickelt gerade Word oftmals ein unerwünschtes Eigenleben, in dem es Formatierungen für Absätze neu übernimmt oder sie einfach mal schnell umformatiert (sieht ja aus wie eine Auflistung, da mache ich doch gleich mal eine draus).

Für fast jedes Betriebssystem gibt es schon “fertige” LaTeX-Umgebungen (z.B. für OS X oder MikTeX für Windows), bei Linux ist teTeX bei vielen Distributionen schon mit dabei.

Als Editor verwende ich unter Mac OS X TeXShop, der in zwei Fenstern zum einen den LaTeX-Quelltext und zum anderen gleich das fertige Ergebnis nach dem Setzen anzeigt. Windows-Nutzer können sich bei Interesse sicherlich mit dem TeXnicCenter anfreunden.

Eine gute Anleitung zum Einstieg in das Thema gibt es bei der Fernuni Hagen.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte (und nur deswegen ist dieser Beitrag eigentlich entstanden…): Auf einer Seite der RWTH Aachen habe ich folgenden Satz gefunden, der mir ziemlich zusagt:

An LaTeX führt kein Weg vorbei. Große Dokumente mit Word (oder irgendeinem anderen Tool, das seine Formatinformationen in unsichtbaren Codes versteckt) zu schreiben, ist waghalsig.

Das bringt es auf den Punkt…

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