Spam? Angebliche Rechnung für livecamflatrate.com

Apr 14, 2007 2-minute read

Gerade in meinem Postfach aufgeschlagen:

Das ist seit langem wieder eine deutschsprachige Nachricht, die es durch den Spamfilter geschafft hat. Insgesamt macht der Aufbau der Nachricht sowohl in grammatikalisch-sprachlicher als auch in unternehmerischer Hinsicht einen unausgegorenen Eindruck und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Wieviele Leute wohl unvorsichtigerweise und mit einem schlechten Gewissen die “Rechnung” bezahlen? Die Drohung mit Schufa-Eintrag und strafrechtlicher Verfolgung (Anzeige wegen Betrugs) tut vielleicht bei manch sensibler Natur ihr übriges.

Herr Becker, das könnte ein Schuss in den Ofen werden… Soll ich eigentlich mal eine Tastatur spenden, die über Umlaute und eine nicht klemmende Shift-Taste verfügt?

Das einzig interessante an der ganzen Sache ist eigentlich nur, dass die E-Mail an eine Adresse ging, die ich erst seit kurzem für die Kommunikation mit einer gewissen Shoppingplattform verwende und diese daher eigentlich nur in Adressbüchern von diversen E-Mail-Programmen zu finden sein dürften. Damit waren sie vermutlich für einen der im Umlauf befindlichen Addressgrabbing-Botnet-Keylogger-Würmer ein leichtes Fressen.

Bei den Spamjunkies und Das interessiert doch wieder keine Sau! gibt es noch ein paar Kommentare zu dem Thema.

Update: Es wird weiter gespammt… Nun mit mehr Nachdruck: “Achtung: 66386 Euro gerichtlicher Streitwert. Sie werden auf ca. 2.500 Euro inkl. Anwaltskosten verklagt wenn Sie nicht zahlen”.

Update 2: Das Thema wird auch in der Usenet-Gruppe de.admin.net-abuse.mail aufgegriffen. In news.admin.net-abuse.sightings findet sich sogar schon ein Exemplar aus dem Jahre 2003 – komisch. Anderer Name, gleiche Bankverbindung?

Update 3: Mehr Infos gibt es auch bei Heise. Man geht von einem Joe Job aus. Dem wahren Absender gehören die Hammelbeine langgezogen und zwar ordentlich.