Media Markt: Chance vertan

Lieber Media Markt!

Auch Euch sollte schon zu Ohren gekommen sein, dass mancher Kunde umgarnt werden will. Oder wenigstens beraten. Oder wahlweise zumindest bedient.

Wenn ich 10 Minuten vor einer Vitrine nach einem Verkäufer Ausschau halten muss, ist das eine Sache. Vielleicht war viel los, vielleicht hattet Ihr einfach einen schlechten Tag. Mit mehr Kompetenz hatte ich dann aber schon gerechnet, als endlich eine Eurer festgewachsenen, quasselnden Grazien rübergewackelt kam.

Schön, dass wenigstens Euer Ausstellungsgerät nicht nur ein Dummy war. Schade allerdings, dass Eure reizende Verkäuferin weder bereit war, einen Akku einzulegen (wie soll ich FÜHLEN, ob das Gerät schwer oder leicht ist, wenn die Komponente, welche am meisten wiegt, fehlt?), geschweige denn ein Netzteil zu organisieren. Sorry, aber ich kaufe ein Mobiltelefon nicht, weil es sich gut anfühlt, sondern weil ich brauchbar damit umgehen kann. Und das kann ich nunmal nur ausprobieren, wenn das Ding Saft hat.

Das geschulte Verkauspersonal versuchte es dann auf die harte Tour: klimpernde Augen und tiefe Einblicke. Der Wink mit dem Zaunpfahl (in bester John-McClane-Manier; schaut noch mal “Die Harder”) verfehlte sein Ziel allerdings ebenfalls nicht.

So zog ich dann unverichteter Dinge wieder ab, ohne das Betriebsergebnis der Media-Saturn-Gruppe positiv zu beeinflussen. Das E71 konnte ich dann ein paar Meter weiter bei Vodafone betatschen und werde es jetzt wohl bei einem Onlineshop bestellen. Sorry, MM. You screwed up.

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