EIN GEDANKE ZUR SCHLECHTEN LAGE DER MUSIKINDUSTRIE
Gerade ist mir eine alte CD in die Hände gekommen: “Big Ones” von Aerosmith. Tolle Musik aus dem Jahre 1994. CD damals beim Musikhaus Schlaile in Karlsruhe gekauft (war (ist?) einer der teuersten Läden in KA, hatte aber zumindest damals immer eine ziemlich große Auswahl). Die CD kostete damals sagenhafte 14,95 DM (das sind EUR 7,64).
Wenn ich mich mal z.B. bei Amazon so umschaue, dann kosten aktuelle Alben so zwischen 13 und 16 Euro. Leider ist die Musik nicht doppelt so gut geworden, ganz im Gegenteil…
Nachtrag: Bei Isotopp lese ich gerade (passend zum Thema), dass der Musikmarkt weiter schrumpft. Könnte eine Gelegenheit zum Nachdenken sein.
EIN DEUTSCHER JOURNALIST SCHREIBT MAL WIEDER ÜBER DIE SCHWEIZ
Bei Peet habe ich einen Hinweis auf diesen Spiegel-Artikel gefunden.
Dieses Glanzstück journalistischer Kunst zeigt einmal mehr, warum die Deutschen im Ausland als jammerndes Volk angesehen werden…
Der Autor beschwert sich über eine Bretzel für 4 Franken. Wenn ich sie im HB an den Bahnsteigen kaufe, brauche ich mich auch nicht wundern. Begebe ich mich allerdings ein Stockwerk tiefer, dann kostet sie noch die Hälfte, was dann ca. EUR 1,30 entspricht. Das zahle ich in Berlin am Bahnhof auch. Und Berlin gilt als “günstig”.
Die Preise im Café Sprüngli sind ihm zu teuer (wie hoch ist bitte der Preis für einen Kaffee und ein Stück Kuchen in einem Café in Mitte, auf dem Berliner Touristenmagneten “Unter den Linden”, am Ku’damm oder am Alexanderplatz?).
Letztendlich prahlt er damit, schwarzfahrenderweise das Schweizer Kontrollsystem in der S-Bahn zum Flughafen unbemerkt überwunden zu haben. Hätte ich vor Schadenfreude gelächelt, wenn er noch CHF 80.- Busse dafür hätte bezahlen müssen. Vielleicht wusste er es nicht: Schweizer Geldautomaten geben auch weniger als CHF 100.- heraus. Und die Fahrkarten können am Automaten sogar in Euro bezahlt werden.
Unmissverständlich ist mir auch, wie er es schafft, CHF 14.- für die Gepäckaufbewahrung auszugeben… Ein großes Schließfach kostet im HB CHF 5.- für den ganzen Tag… Zwei kosten dann… bestimmt nicht 14 Franken. Aber das passt zum Rest des Artikels.
Der Artikel zeigt mal wieder, was die meisten deutschen Journalisten zur “Völkerverständigung” beitragen: sie fahren für einen oder zwei Tage in die Schweiz und schreiben dann, dass die Landschaft und das Leben sehr schön ist, beklagen sich immer über die hohen Kosten. Da werden Tatsachen ein wenig verdreht (was ich bisher eigentlich nur von Deutschlands auflagenstärkster Tageszeitung und Konsorten und nicht vom Spiegel gewohnt war), nur um das Klischee aufrecht zu halten bzw. zu stärken.
Kurzum: ich finde, der Artikel ist Schrott. Ich behaupte gar nicht, dass ich ihn hätte besser schreiben können (gut, vielleicht schon ein bisschen, schließlich habe ich wenigstens ein halbes Jahr in der Schweiz gewohnt und nicht nur wenige Tage dort verbracht). Vermutlich gibt es auch genügend Leute, deren journalistischen Anspruch mein Blog nicht mal ansatzweise erfüllt. Aber eine Meisterleistung war der Spiegel-Artikel nicht gerade.
Naja, wenigstens hatte ich ein wenig Unterhaltung und konnte mit dieser Grundlage mal wieder einen sinnfreien Blogartikel schreiben…
DANKE, APPLE! DAS NENNE ICH SERVICE
Am 20.5. habe ich von der Austauschaktion für Akkus einiger Powerbook- und iBook-Modelle erfahren und einen neuen bestellt, eine Woche später kam (per UPS Express) der Austauschakku.
Nicht schlecht. Da kann sich manch anderes Unternehmen eine Scheibe von abschneiden.
WORLD TRAVELLER
Matthias inspiriert mich dazu, mir nochmal bildlich vor Augen zu führen, wo ich eigentlich schon überall auf dieser großen Welt war (anders herum macht es vielleicht mehr Sinn: “wo ich eigentlich überall noch nicht war”)…
Und diese Länder sollen es noch werden:
GUTE NACHT, DEUTSCHLAND.
Nach der Wahlschlappe in NRW will Franz Müntefering für den Herbst Neuwahlen vorschlagen. Die Tagesschau erklärt, unter welchen Umständen vorgezogene Neuwahlen erfolgen können.
Die Wahl in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, dass die Menschen unzufrieden mit ihrer derzeitigen Situation sind und es der Regierung nicht zutrauen, diese Missstände abzuschaffen.
Was würde ein Regierungswechsel bedeuten?
- Bis jetzt hat die Opposition nahezu alles blockiert, was die SPD-Regierung auf die Beine gestellt hat. Mir fällt auf Anhieb kein einziger konstruktiver Beitrag der CDU/CSU in den letzten Legislaturperioden ein!
- Frau Merkel ist/wird Kanzlerkandidatin und endlich wird Deutschland mal von einer Frau regiert, das wird Zeit.
- Die CDU wird die von der SPD durchgesetzten Reformen rückgängig machen: wir bekommen wieder das marode Sozialsystem ohne Hartz IV, mit “die Renten sind sicher” und einer gefälschten Statistik mit vier Millionen Arbeitslosen.
- Studieren wird in Deutschland nur noch für Kinder aus reichem Hause möglich sein. Nach der Abschaffung des Bafög können alle anderen die Studiengebühren nicht aufbringen; die Banken weigern sich, einem Studenten einen Kredit über zehntausende Euro auszuzahlen, den sie nicht mal bei einem Dispositionskredit für kreditwürdig hält.
Sicherlich muss sich etwas ändern. Aber ich bin doch sehr skeptisch, ob die derzeitige Opposition als Regierungspartei mit einem Schlag die Probleme aus der Welt schaffen kann.