HAPPY THANKSGIVING!
Especially to all those who can’t be with their families this evening…
SCHON WIEDER 6 GMAIL-INVITES ZU VERGEBEN
GMail mag mich scheinbar, ich habe schon wieder 6 Einladungen bekommen, die ich gerne weitergebe.
Bei Interesse bitte bei mir melden.
FIREFOX UND DAS EBAY-PLUGIN
Heute ist zwar erst Dienstag, aber dennoch tummeln sich die ganzen Freitagstrolle mal wieder im Forum zum Artikel “Firefox: eBay-Suche mit Umleitung” auf heise.de.
Hintergrund: Firefox bietet (neben einer Google- und Amazon-Suche) auch ein eBay-Suchplugin an, Diese Plugin verweist in der deutschen Version statt direkt auf die eBay-Seite auf die URL
http://www.webtip.ch/cgi-bin/mozilla/tracker_qry_de.pl
Gleich ist das Geschrei groß: “Wir werden ausspioniert”, “Vertrauensbruch”, “Open Source und keiner hat’s gemerkt!”.
Um Missverständnissen aus dem Weg zu räumen, hat Christoph Berndt (von metaspinner.de) den Quellcode des “bösen” Perl-Skripts gepostet.
Beim Abschicken einer eBay-Suche wird (einfach formuliert) eine “Affiliate-ID” an die URL (und den darin enthaltenen Suchbegriff) angehängt. Somit können eBay-Suchanfragen einem bestimmten eBay-Partner (in diesem Fall Webtip.ch/Metaspinner.de) zugerechnet werden und dieser erhält Geld für die Weiterleitung von Surfern zu eBay. Dieses Geld wird [teilweise?] an die Mozilla Foundation zur Unterstützung ihrer Projekte (Mozilla, Firefox, Thunderbird etc.) weitergegeben.
Natürlich war es nicht gerade ein PR-Coup, eine solche Umleitung nicht vorher bekannt zu machen. Aber irgendwie will ein solches Projekt doch auch finanziert werden! Und wer macht das? Sicherlich nicht die Leute, deren Rechner vor geklauter Software nur so bersten und die jetzt am lautesten schreien, ohne auch nur jemals einen Cent für Software bezahlt zu haben geschweige denn es in geraumer Zeit beabsichtigen.
Nachtrag: Auf der Seite von Mozilla Europe gibt es eine Pressemitteilung zum eBay-Plugin.
POPPEN MIT GMAIL
Heute habe ich beim Einloggen auf GMail in der rechten oberen Ecke einen nicht zu übersehenden Link mit dem reißereischen Titel “New Features!” entdeckt 🙂
Siehe da, auch mein GMail-Account wurde jetzt für POP3 aktiviert (das passiert sukzessive mit allen GMail-Accounts), so dass ich meine Mails jetzt auch ohne den POP3 Wrapper abholen kann.
Sehr schön 🙂
(Wobei ich den Fehler gemacht habe, anzugeben, dass beim nächsten POP3-Aufruf alle Nachrichten synchronisiert werden sollen… Da waren auch diverse Mailinglisten dabei. Na wenigstens weiß ich jetzt, dass das KMail-Icon im “Systembereich der Kontrollleiste” auch eine vierstellige Anzahl ungelesener Mails verträgt, ohne, dass es blöd aussieht (vielleicht ein bisschen klein, aber man ist ja nicht so wählerisch).
BILD VERGLEICHT FIREFOX UND INTERNET EXPLORER
<a href=“http://www.stefanbucher.net/weblog" " >Stefan hat mich mit einem Kommentar bei seinem Blog-Eintrag Neues RSS-Logo (Update: Neue Firefox-Funktionen) darauf aufmerksam gemacht, dass die auflagenstärkste, unabhängige, überparteiliche <a href=“http://www.bild.t-online.de/BTO/digital/Computer/aktuell/2004/11/Internet/firefox/ar-firefox.html" " >BILD-Zeitung den Firefox-Browser testet.
Da wir ja von BILD äußerst objektive Berichterstattung gewohnt sind (sehr lesenswert ist übrigens das BILDblog), nehmen wir den Test doch mal etwas genauer unter die Lupe.
Test 1: Geschwindigkeit
“Wir haben die Zeit gestoppt”, “Durch Firefox entsteht in der Geschwindigkeit im Web aber kein spürbarer Nachteil.”
Sicherlich hat BILD eine Testumgebung geschaffen, bei der Fremdeinflüsse (Netzwerkbelastung, CPU-Auslastung durch fremde Prozesse etc.) ausgeschlossen werden können.
Test 2: Startseite ändern
Wieso wird beim IE beschrieben, wie man das macht (“Sie finden die Option unter Extras/ Internetoptionen/ Allgemein.”), bei Firefox allerdings nicht?
Test 3: Favoriten aufrufen
Ein Klick beim IE, drei Klicks bei Firefox (alternativ: ein Tastendruck, nämlich Strg+B)
Die Schaltfläche “Lesezeichen” lässt sich bei Firefox durch Ansicht -> Symbolleisten -> Anpassen einfach und schnell einfügen.
Test 4: Favoriten verwalten
“Die Verwaltung ist aber weniger einsteigerfreundlich als beim Internet Explorer.”
Ahem. Im IE kann ich nahezu gar nichts bei den Bookmarks verwalten. Bei Firefox finde ich eine Oberfläche, die sehr dem (Datei-)Explorer ähnelt, bei dem ich meine Bookmarks beliebig in der Gegend hin- und herschieben und in andere Ordner ziehen kann.
Test 5: Verlauf leeren
“Mit drei Klicks (Extras/ Internetoptionen/ Verlauf leeren) läßt sich beim Internet Explorer die ‚Äπbersicht bereits besuchter Webseiten löschen […] Um den Verlauf beim Firefox zu leeren, müssen Sie 4mal klicken. Statt unter Allgemein finden Sie den Verlauf unter Datenschutz.”
Cookies sind was ganz allgemeines, deswegen sollten sie auch unter “Allgemein” zu finden sein. (Preisfrage an den Durchschnitts-Windows-Benutzer: “Was sind Cookies?”) Große Klasse, BILD. Man schaltet Cookies ja auch nicht aus (bzw. schränkt die Benutzung ein), weil man etwas für den Schutz seiner persönlichen Daten tun will. Der dafür an anderer Stelle und mit viel subtileren Methoden zunichte gemacht wird, aber das ist ein anderes Thema. Und ein Klick mehr. Das ist schon richtig was. Wenn ich das jetzt 20 Mal pro Tag mache, sind das ja schon 20 Klicks mehr. Beängstigend.
Test 6: Sicherheitseinstellungen
“Auch Anfänger können die Sicherheit im Internet Explorer komfortabel einstellen”
Das wäre mir neu. Anwender können verschiedene Sicherheitsstufen auswählen, die dann aber mehr oder (meistens) weniger so restriktiv sind, dass sich entweder alles, was der Spyware-Markt zu bieten hat, dort einnistet oder sich gar keine Seite mehr anschauen lässt… Optional lassen sich natürlich beim “besseren Browser” (BILD) die einzelnen Sicherheitslücken auch optional zu- und abschalten.
“Das Löschen von Cookies beim Firefox ist wesentlich unkomfortabler. Sie finden die Funktion über Extras/ Einstellungen/ Datenschutz. Für Anfänger ist die ‚Äπbersicht verwirrend.”
BILD reduziert Sicherheitseinstellungen also auf das Löschen von Cookies? Toll. Diese ‚Äπbersicht soll für Anfänger verwirrender sein, als die Einstellungen beim IE? Ich lach mir nen Wolf. Was ist mit Pop-Ups, die beim Phishing immer häufiger verwendet werden? Was ist mit “bösen” Bildern von fremden Servern? Was ist mit gespeicherten Formulardaten oder gar Passwörtern?
Test 7: Webseite durchsuchen
Beide Browser benötigen zwei Klicks oder einen Shortcut (Strg+F) zum Durchsuchen der Seite, kommen also bei BILD gleich gut weg.
Test 8: Google-Toolbar
“Pluspunkt für Firefox! Hier ist die Google-Suchfunktion gleich integriert. Sie müssen nichts extra installieren wie beim Internet Explorer.”
Firefox bietet natürlich out-of-the-box gleich noch die Möglichkeit, die Suchbox auch für Abfragen bei eBay.de, Amazon.de, Yahoo.de und Wikipedia.de zu nutzen.
Test 9: Drucken
“Sehr komfortable Lösung beim Internet Explorer. Hier müssen Sie nur auf das Drucker-Symbol in der oberen Menüleiste klicken. […] Das Drucker-Symbol in der oberen Menüleiste sucht man bei Firefox vergebens. Bleibt nur der umständlichere Weg über Datei/ Drucken, d.h. zwei Klicks.”
Uuuuh. Schon wieder ein Klick mehr. Schauder.
Liebe BLIND-Redaktion: Auch das “Drucken”-Symbol lässt sich, wie auch die “Lesezeichen” einfach hinzufügen.
Test 10: E-Mail
“E-Mail: Der Internet Explorer wird zusammen mit dem E-Mail-Programm Outlook (Express) angeboten. Firefox bietet hingegen kein E-Mail-Programm.”
Der IE wird zusammen mit der unzumutbaren Sicherheitslücke Autschlook Express angeboten, so sich in beiden Programme die Sicherheitslücken gegenseitig ausnutzen lassen. Herrlich!
Firefox ist das, was er ist. Ein Browser. Ein schlanker noch dazu. Kein E-Mail-Programm. Keine wurmanfällige Mistschleuder mit mehr Sicherheitslücken als Löcher in einem Schweizer Käse. Wenigstens erwähnt BILD den E-Mail-Client Thunderbird aus dem Hause Mozilla.
Das große Fazit
BILD findet: “Der Internet Explorer ist die Nummer Eins, wenn es um komfortables Surfen geht.”
Kicher. Hüstel. Prust. Mist, Kaffee verschüttet.
“Aber: Durch seine geringe Verbreitung ist der Firefox kaum das Ziel von Würmern und Trojanern.”
Sicherheitslücken haben nur äußerst wenig (gar nichts) mit der großen oder geringen Verbreitung von Softwareprodukten, sondern mit deren Schwachstellen zu tun (gute Lektüre: Security Report: Windows vs. Linux).
“Er bietet daher von Haus aus höhere Sicherheit, die beim Explorer erst durch regelmäßige Updates erreicht wird.”
Internet Explorer und sicher? Nettes Oxymoron. (Übrigens gerade mir der Wikipedia-Suche von Firefox gefunden. Ein Wort eingegeben, einmal Enter gedrückt, passenden Artikel erhalten)
Natürlich bin ich enttäuscht von dem Artikel. Ich hatte aber bei BILD ehrlich gesagt auch nichts anderes erwartet. Aber wer tut das schon… Glücklicherweise gibt es genug andere Medien, die wenigstens versuchen, sich objektiv mit dem neuen Firefox zu befassen. Denn: Firefox kommt…